Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Rheine

Fahrradmarkt zeigte sich 2025 weitgehend stabil

Am 11. März 2026 stellten die Verbände ZIV - Die Fahrradindustrie, Zukunft Fahrrad und der Verbund Service und Fahrrad (VSF) in einer Online-Pressekonferenz die Zahlen aus dem Fahrradmarkt zum Jahr 2025 vor.

Die Fahrradwirtschaft präsentierte die Marktdaten des Jahres 2025. © ZIV-Die Fahrradindustrie

Die präsentierten Marktdaten zeigen keine großen Ausschläge nach oben oder unten – Hiobsbotschaften blieben ebenso aus wie große Erfolgsmeldungen. Insgesamt zeigten sich die Vertreter:innen der Verbände zufrieden: In einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation habe sich die Fahrradwirtschaft in Deutschland als robust erwiesen. 

Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV, sagte: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Fahrradbranche auf einem stabilen Niveau einpendelt. Natürlich gibt es Schwankungen, doch beweist die Branche auch 2025 ihre Robustheit. Besonders bemerkenswert: Die Nachfrage nach Fahrrädern ist weniger konjunkturabhängig als oft angenommen.“

Leichter Rückgang beim Verkauf von Fahrrädern

Insgesamt wurden im letzten Jahr etwa 3,8 Millionen Fahrräder verkauft, das sind etwa vier Prozent weniger als 2024. Elektrofahrräder stellen mit knapp 53 Prozent den größten Anteil davon, auch wenn die klassischen Fahrräder mit etwa 47 Prozent Marktenteil etwas aufgeholt haben. 

Gleichzeitig sank auch der Durchschnittspreis. Während er für unmotorisierte Fahrräder unverändert bei 500 Euro lag, sank er bei Elektrofahrrädern um 3,8 Prozent auf 2.550 Euro. 

Hier machen sich die Rabattaktionen bemerkbar, zu denen der Handel sich gezwungen sah, um die hohen Lagerbestände abzubauen, die sich nach dem Corona-Boom angesammelt hatten. Die Rabattaktionen reduzierten zwar den Umsatz, erreichten aber das verfolgte Ziel, die Bestände zu verringern. Bis Ende 2026 erwarten die Wirtschaftsverbände eine Normalisierung, dann dürften auch die Preise wieder steigen. 

Trekkingrad weiter beliebteste Kategorie

Insgesamt bleibt das Trekkingrad das beliebteste Fahrrad mit einem Marktanteil von 38 Prozent. Mit großem Abstand dahinter folgt das Cityrad mit 14 Prozent, gefolgt vom Gravelbike, dass sich mit zehn Prozent weiter sehr erfolgreich zeigt. Lastenräder nehmen mit zwei Prozent einen geringen Anteil am Gesamtmarkt ein. 

Betrachtet man nur Elektrofahrräder, ändert sich das Bild: Hier liegen E-Mountainbikes mit 38 Prozent vorne, danach kommen E-Trekkingräder mit 24 Prozent, E-Cityräder mit 19 Prozent und E-Lastenrädern mit 9,5 Prozent. 

Fahrradleasing mit leichtem Umsatzrückgang

Der Umsatz beim Fahrradleasing ging um vier Prozent zurück. Damit haben sich die Zahlen seit drei Jahren kaum verändert, zuvor waren sie aber stark angestiegen. Aber die Aussichten sind gut: Der Anteil der Arbeitnehmer:innen mit Zugang zum Dienstradleasing ist erneut stark gestiegen – von 19,5 Millionen in 2024 auf 22,6 Millionen im letzten Jahr. Daher rechnet die Branche mit weiteren Zuwächsen. 

Mit 77 Prozent Anteil werden weiterhin vorwiegend Elektrofahrräder geleast. Ihr Durchschnittswert liegt mit 3.700 Euro deutlich über dem Durchschnittpreis im gesamten Elektroradmarkt (2.550 €). Bei Fahrrädern ohne Motor fällt der Unterschied noch größer aus: Der Durchschnittspreis bei geleasten Fahrrädern ohne Motor liegt bei 2.660 Euro – mehr als das Fünffache vom Durchschnitt des Gesamtmarktes (500 €). 

Fachhandel mit teilweise schmerzhaften Rückgängen 

Der Umsatz mit verkauften Fahrrädern im Fachhandel sank um 6,8 Prozent. Dabei bleiben die Durchschnittswerte hoch: 1.445 Euro für Fahrräder ohne Motor und 3.972 Euro für Fahrräder mit Motor. Erfreulich ist die Entwicklung bei den Werkstattleistungen: Sie legten beim Umsatz um 13,5 Prozent zu. 

Die ausführlichen Marktdaten für 2025 sind hier zu finden:
Zu den Marktdaten


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